Wespen gehören zu den sozialen Hautflüglern;
sie bilden Völker aus bis zu einigen Hundert Individuen.
Diese Völker sind jedoch grundsätzlich einjährig
und werden jedes Jahr neu von einer einzigen Wespe, der Königin,
gegründet. Die alten Nester werden dabei nicht wiederbesiedelt.
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Allgemeines
Im Juli und August schwärmen auf der Suche nach Nahrung wieder
große Mengen der schwarzgelben Wespen aus. Dabei können
sie uns bei Kaffee und Kuchen im Garten manchmal recht lästig
werden. Bei Einhaltung bestimmter Verhaltensmaßregeln können
aber Störungen durch Wespen vermieden werden.
Wespen sind niemals grundlos aggressiv, sondern stechen
nur zur Verteidigung des Nestes und ihres eigenen Lebens.
Die "typischen" Wespen gehören zu den sogenannten
Faltenwespen. Diese umfassen z.B. die Hornisse
und die Langkopfwespen und Kurzkopfwespen.
Die Langkopfwespen, zu denen z.B. die Sächsische Wespe gehört,
bauen ihre Nester in der Regel oberirdisch an Zweigen, Dachvorsprüngen,
in Hausböden und Schuppen. Die Staaten dieser Arten umfassen
meist nicht mehr als 100 Individuen und sind für den Menschen
nicht gefährlich.

Im Gegensatz dazu bilden die Kurzkopfwespen individuenreiche Nester
mit oft mehr als 1000 Tieren aus. Die Nester werden in der Regel
unterirdisch in ehemaligen Maulwurfs- oder Mäusenestern, aber
auch in dunklen Schuppen etc., angelegt.
Zu dieser Gattung gehören z.B. die Gemeine (=gewöhnliche)
Wespe und die Deutsche Wespe. Nur diese beiden Arten werden dem
Menschen überhaupt lästig.
Die Hornisse ist keineswegs so gefährlich, wie oftmals vermutet
wird. In der Regel flieht sie vor dem Menschen und greift nur an,
wenn das Nest bedroht wird. Häufig gewöhnt sie sich sogar
an den Menschen und läßt sich mit etwas Vorsicht gut
beobachten. Fälschlicherweise wird oft angenommen, daß
der Stich der Hornisse gefährlicher ist als der der übrigen
Wespenarten. Dies ist aber nicht der Fall.
Daß man die Tiere nicht unnötig durch panisches Umsichschlagen
reizt, ist für den Naturschützer selbstverständlich.
Bei der Verfolgung der Wespen wird oftmals vernachlässigt,
daß auch sie wichtige Dienste für Landwirte und Hobbygärtner
leisten, indem sie massenhaft von uns ungewünschte Insekten
fangen. Bevor Maßnahmen zur Vernichtung eines Wespenstaates
vorgenommen werden, sollte man sich also überlegen, ob nicht
doch ein "Miteinander" von Mensch und Wespenstaat möglich
oder sogar sinnvoll ist. Der Bevölkerung ist oftmals nicht
bekannt, daß ein Wespenvolk im Herbst stirbt und das Nest
verwaist. Lediglich die im Herbst begatteten Jung-königinnen
überleben den Winter in einem Versteck, um im darauffolgenden
Jahr ein neues Nest, oftmals an anderer Stelle, zu gründen.
Klären Sie auch Ihre Kinder auf, zeigen Sie ihnen
ein Wespennest aus gebührender Entfernung und beobachten Sie
gemeinsam die Wespe bei der Futtersuche.
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