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Lebensmittelmotten - Bekämpfung mit Schlupfwespen

Die "Raubwespen" sind eine biologische Alternative zu den chemischen Insektiziden und für den Menschen vollkommen ungefährlich. Bislang wurden Motten meist mit Pyrethroiden bekämpft. Die Wirkung dieser langlebigen und umstrittenen synthetischen Stoffe sei zwar garantiert, doch könnten Rückstände an Lebensmittelverpackungen möglicherweise ein Gesundheitsrisiko darstellen. Seit vier Jahren erforschen sie die Ernährungsgewohnheiten von Schlupfwespen. Als für die Mottenbekämpfung am besten geeignet erwies sich schließlich die Art Trichogramma evanescens.

Die winzigen Tiere - ein Stecknadelkopf ist dreimal so groß wie eines von ihnen - entwickeln sich in Motteneiern. Das Trichogramma-Weibchen legt mit Hilfe seines stachelähnlichen Legebohrers das eigene Ei in dem Mottenei ab. Von dessen Inhalt ernährt sich die Schlupf-wespenlarve. Aus solchen Eiern schlüpft dann keine Mottenlarve, sondern eine Wespe, die ihrerseits wieder Motteneier aufspürt und unschädlich macht.
Am Institut für Vorratsschutz der BBA testeten die Wissenschaftler die Einsatzmöglichkeiten für Trichogramma-Wespen zur Mottenbekämpfung in großen Getreidesilos, im Lebensmittelhandel und in privaten Haushalten. Die biologische Mottenbekämpfung ist einfach:
Die Schlupfwespen werden im Puppenstadium auf kleinen Pappkärtchen geliefert, die in der Nähe der Vorräte aufgehängt werden. Auf einem Kärtchen sind etwa 2.000 Motteneier aufgeklebt, in denen sich die verpuppten Wespen in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden. Wenn sie sich aus den Eiern genagt haben, machen sie sich sofort auf die Suche nach einem "Wirt".

Sobald der Mottenbefall getilgt ist stirbt die Schlupfwespenpopulation zwecks Nahrungsmangels ab, tote Schlupfwespen einfach absaugen.

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Erfolgreiche Teilnahme am Projekt ÖKOPFROFIT Hochtaunus 2015 der Vogt und Sommer GmbH.