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Dem Hausbockbesuch vorbeugen. Vieles und vielfältig.

Die Vorbeugung geschieht zuerst und am wirksamsten am Material selbst, denn das Holz ist das Nährsubstrat der Hausbocklarve. Eine geplante Überdimensionierung könnte Substanzverluste durch einen möglichen Befall durch die Reserve für die Standsicherheit abdecken. Intelligenter ist es, gleich solche heimische Holzarten zu wählen, die gegen Hausbock widerstandsfähig sind.


  • In der Gefährdungsklasse 1 (Gefahr durch holzzerstörende Insekten) sind überdimensionierte Holzquerschnitte also schon eine Vorbeugung. Ältere Holzbauwerken belegen dies.

  • Die Verwendung von einstieligen Farbkernhölzern (ganzer Stamm) z.B. als Sparren gepaart mit Überdimensionierung (z.B. bei Kiefer) verbessert die Vorbeugung weiter.

  • Aber erst die Verwendung von Kernholz der Kiefer, Lärche, Douglasie (zulässig sind bis 10% Slintholzanteil) läßt eine Vorbeugung voll wirksam werden.

  • Obwohl noch nicht lange am Markt, hat die Verwendung von rissfreiem trockenem Werkholz, z.B. Konstruktionsvollholz (KVH) eine vorbeugende Wirkung.

  • Wenn jedoch kostensparend Fichte oder allgemein splintreiches Nadelschnittholz nur mit den geforderten Sicherheiten (Standsicherheit) verbaut werden - was Standard ist - ist ein vorbeugender chemischer Holzschutz gegen Insekten in der Gefährdungsklasse 1 nötig. Nur bei garantierten (und tatsächlichen) Bedingungen der Gefährdungsklasse 0 erübrigte sich bestimmungsgemäß dieser chemischen Holzschutz. (Das Risiko verbliebe beim Planer und Ausführenden - den Ärger und auch Kosten hat aber gewiss der Bauherr allein).


Aber auch die Beeinflussung der Umgebungsbedingungen wirkt auf die Befallsbedingungen:

  • Ausbildung von Dacheindeckungen (wärmespeichernde Holzschalungen mit Papp-, Schiefer- oder Blechdeckung, begünstigen bei Befalls dessen Entwicklungstempo deutlich),

  • Holzkonstruktion an allen Stellen luftumspült belassen, nichts an- oder einmauern (Feuchtezufuhr im Holz aus dem Mauerwerk - Sreichsparren und Fußpfetten),

  • Verhinderung von Feuchtezufuhr im Sommer. z.B. keine Wäschemengen auf dem Dachboden trocknen, Luftungen nur bis unter Dach (erhöht die Holzfeuchte am Dachstuhl),

  • Dachbodenluken im Sommer zur Flugzeit (Juni bis August) schließen (verhindert den Zutritt von Insekten von befallenen Nachbarbebauungen),

  • Hinwirken auf eine Bekämpfung von Hausbockvorkommen in der umgebenden Bebauung (Unbekümmerter Schlendrian an Nachbarhäusern im Dorf oder im Stadtteil zum Nachteil der Gemeinschaft)

  • Aufklärung unter den planenden Architekten, Bauingenieuren und natürlich bei den Hauseigentümern und gesellschaftlichen Organen (Haus und Grund Vereine, Bauämter)


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Erfolgreiche Teilnahme am Projekt ÖKOPFROFIT Hochtaunus 2015 der Vogt und Sommer GmbH.