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Küchenschaben

Küchenschaben – im Volksmund oft auch Kakerlaken genannt – sind sehr widerstandsfähige Insekten, die schon seit Millionen Jahren auf unserer Erde leben. Sie sehen Käfern sehr ähnlich. Um zur Plage zu werden, benötigen sie Wärme, Nahrung und Wasser. Da Essens- und Abfallgerüche besonders anziehend für Schaben sind, treten sie häufig in Bäckereien, Metzgereien, Restaurants, Einkaufszentren, Schwimmbädern und Krankenhäusern auf. Schaben werden oft beim Einkaufen in die Küchen eingeschleppt. Die Weibchen legen ihre Eier auf Verpackungen oder Getränkekästen ab, die wir nach Hause schleppen und aus denen später die Jungtiere schlüpfen. Aber auch über die Kanalisation oder die Mülleimer können sich die Schaben schnell über ganze Stadtviertel hinweg ausbreiten. Beliebte Aufenthaltsorte in Küchen sind die Verkleidungen von Küchengeräten, denn Schaben lieben die Wärme, die diese Elektrogeräte ausstrahlen. Sie sind deshalb oft in Kaffeemaschinen, Klimaanlagen, Backöfen oder Kochherden zu finden. Schaben verströmen einen süßlichen Duft und hinterlassen Kot in Form von harten, schwarzen Krümeln.

Bei uns gibt es die deutsche, orientalische und amerikanische Schabe. Schaben sind eine Gesundheitsgefahr, da sie Überträger von Tuberkulose- und Salmonellenerregern sein können.

Gebrauchte Kartons aus Supermärkten, die zum Transport der Einkäufe verwendet werden, sollten anschließend sofort in einem Müllcontainer außerhalb des Hauses entsorgt werden. Denn diese Kartons sind beliebte Eiablageplätze der Schaben. Nach Reisen in tropische Länder, wie z. B. Florida, Fernost, Afrika - das Gepäck über der Badewanne auspacken, Taschen ausschütteln und gut auswaschen. Das Gepäck wird im Frachtraum des Flugzeuges nicht so kalt, dass die Tiere und Eier absterben. Anschließend alle Textilien bei mindestens 60 Grad waschen. Einfrieren von Textilien nutzt hier nichts, denn die Eier sind gegen Kälte resistent.

Deutsche Schabe:
Ca. 1 – 1,5 cm groß, lehmfarben, mit großen Flügeln am Hinterleib; kann 5 – 10 cm weit springen; Weibchen legt Eipaket mit durchschnittlich 30 Eiern ab, aus denen direkt nach dem Abwurf Larven schlüpfen, die sich innerhalb von 2 - 3 Monaten zu ausgewachsenen Schaben entwickeln.
Verbreitung: 85 % der Schaben in unseren Küchen sind deutsche Schaben.

Orientalische Schabe:
Ca. 2,5 cm groß, kastanienbraun bis schwarz; Weibchen legt Eipaket mit 16 Eiern ab; nach 2 - 3 Monaten schlüpfen aus den Eiern die Jungtiere; es dauert 3 - 4 Jahre, bis die orientalische Schabe ausgewachsen ist.
Verbreitung: 12 % der Schaben in unseren Küchen sind orientalische Schaben.

Amerikanische Schabe:
Ca. 3 – 3,5 cm groß, rotbraun mit rotgelbem Hals; können nachts fliegen; Weibchen legt Eipaket mit 15 - 20 Eiern ab; nach 1 - 2 Monaten schlüpfen die Larven und entwickeln sich in 2 - 3 Jahren zu ausgewachsenen Tieren.
Verbreitung: nur etwa 3 % der Schaben in Deutschland sind amerikanische Schaben.

Bekämpfung:
Eine Bekämpfung von Schaben macht nur dann Sinn, wenn sie gründlich im gesamten Haus und über einen längeren Zeitraum erfolgt. Der Einsatz einer sog. Schabendose kann teuer werden. Durch einen Duftköder, in dem Pheromon enthalten ist, werden die Tierchen angelockt, krabbeln durch Löcher in die Dose hinein und fressen das Ködergel, in dem der giftige Wirkstoff Fibronil enthalten ist, der die Kakerlaken abtötet. Der Preis: ca. 3 €.

Allerdings müssen Sie bei einem Befall mindestens 20 bis 30 Dosen auslegen, die Bekämpfung kostet rund 70 € und der Erfolg ist nicht garantiert. Gift sollte man nicht verspritzen, gerade in der Küche kann das für den Menschen gesundheitsschädlich sein. Außerdem gelangen Sie so nicht an alle entlegenen Verstecke der Tierchen. Koffer ins Bad räumen, Licht anlassen.

Meist hilft nur ein Schädlingsbekämpfer, denn er kennt die bevorzugten Plätze der Schaben und kann entsprechende Köder auslegen. Eine zweimalige Behandlung ist oft nötig und kostet rund 120 € (je nach Befall).

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Erfolgreiche Teilnahme am Projekt ÖKOPFROFIT Hochtaunus 2015 der Vogt und Sommer GmbH.