| |
| Stechmücken haben einen sehr ausgeprägten
Geruchssinn. Sie riechen Inhaltsstoffe in unserem Schweiß
in einem Umkreis von 40 Metern. Ein Stechmückenweibchen
benötigt ca. 5 Blutportionen á 0,005 ml, um genügend
Protein für die Eiproduktion zu gewinnen (um einen Menschen
leer zu saugen, müßten 10 Millionen Mücken gemeinsam
angreifen). Die Stechmückenmännchen saugen kein Blut
- sie bevorzugen Nektar. |
 |
Biologie von Stechmücken
Durch Kenntnis der Biologie von Stechmücken kann man es vermeiden,
sich einer hohen Konzentration an Stechmücken auszusetzen.
Alle Mücken der o.a. Arten sind zur Fortpflanzung auf stehendes
bzw. nur langsam fließendes Wasser angewiesen. Ausschließlich
die Weibchen der Stechmücken sind Blutsauger, während
sich die Männchen von Pflanzensäften ernähren. Das
Weibchen benötigt mindestens eine Blutmahlzeit zur Produktion
der Eier, welche nach Befruchtung direkt auf die Wasseroberfläche
gelegt werden. Hieraus schlüpfen bewegliche, im Wasser frei
schwimmende Larven. Die Larven verpuppen sich (ähnlich den
Schmetterlingen) und anschließend schlüpft der ausgewachsene
Mosquito aus der Puppe. Der Aufenthalt an Seen oder Flußauen
geht daher meist mit einer hohen Dichte an Stechmücken einher.
 |
 |
Ein mindestens ebenso großer Teil an Stechmücken brütet
jedoch im Bereich menschlicher Siedlungen in Regentonnen, Regenrinnen,
im freien liegenden Autoreifen und in nahezu jeder erdenklichen
Vertiefung, in der sich Wasser ansammeln kann. Durch konsequente
Beseitigung aller frei zugänglichen Wasseransammlungen kann
somit die Mückenbelastung erheblich gesenkt werden. In den
Tropen ist dies eine der wesentlichen Maßnahmen, um die Übertragung
von Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber einzudämmen.
Aktive Zeiten von Stechmücken
Die meisten in diesem Zusammenhang relevanten Stechmückenarten
sind nur während der Dämmerungn und der Nacht aktiv. Die
Aktivität ist am höchsten zwischen Sonnenuntergang und
Mitternacht und geht dann langsam über den weiteren Verlauf
der Nacht bis zum Morgen zurück. Durch geeignete Planung des
Tagesablaufs kann bereits von vornehrerein die Exposition gegenüber
Stechmücken verringert bzw. die weiteren Schutzmaßnahmen
zielgerichtet eingesetzt werden.
Hieraus ergeben sich folgede Schutzmöglichkeiten
- Meidung von Orten in der Nähe von Seen und Flußauen
oder
- Rechtzeitiges Verlassen vor Beginn der Dämmerung
- Gezielter Einsatz von Insektenschutzmitteln o.ä. in den
Abendstunden
- Rechtzeitige Abdichtung von Räumen (z.B. durch Mückengitter)
vor Beginn der Stechmückenaktivität
Und weiterhin Beseitigung aller Brutmöglichkeiten in der Nähe
menschlicher Behausungen durch
- Verschluß von Regentonnen mit Mückengittern
- Dachregenrinnen auf Durchgängigkeit prüfen, um stehendes
Wasser zu vermeiden
- Eimer, Gießkannen, Blumentöpfe trocken oder auf
den Kopf gestellt lagern
- Gartenteiche regelmäßig mit Larven abtötenden
Substanzen behandeln, alternativ Besatz mit Fischen, welche sich
von Larven ernähren
- Entsorgung aller im freien gelagerten Autoreifen (nicht korrekt
entsorgte Autoreifen sind in tropischen Ländern eine wesentliche
Ursache von Malaria- und Denguefieberausbrüchen !)
|
|