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Pelzkäfer (Attagenus Pellio)

AUSGEWACHSENES INSEKT:

Kleiner, 3 bis 6 mm langer Käfer (Familie: Speckkäfer), oval, dunkelbraun bis schwarz gefärbt, behaart.

LARVE:

Bis 9 mm lang, schlanker hell- bis dunkelbrauner, dicht behaarter Körper, mit langem Haarbüschel am Hinterende.

Bedeutung und Lebensweise

Es gibt zwei Arten von Pelzkäfern, die bei uns heimisch sind und sowohl im Freien als auch in Häusern vorkommen: Den dunklen Pelzkäfer, Attagenus megatoma und den gefleckten Pelzkäfer, Attagenus pellio mit zwei weissen Flecken auf den Flügeldecken. In der Natur gehören die Pelzkäfer zu den Tieren, die mithelfen, mumifizierte Kadaver mit Fell zu beseitigen, sie spielen also eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf. Sobald sie jedoch im Siedlungsbereich des Menschen auftreten und Materialien fressen, werden sie zu den Materialschädlingen gezählt. Die erwachsenen Käfer ernähren sich auf Blüten von Pollen und Nektar. Die Larven ernähren sich von trockenen Stoffen tierischer und pflanzlicher Herkunft (Häute, Fleisch- und Fischwaren, Kasein, Eipulver, Tierfutter, Getreideprodukte, Felle, Pelze, Federn sowie Teppiche und Textilien aus Wolle). Häufig findet man Käfer und Larven in Lampenfassungen oder ähnlichen Insektenfallen, wo sie von anderen toten Insekten leben. In der Natur finden sie ihre Nahrung in Vogelnestern, auf den Kadavern von Vögeln und Säugern sowie in den Nestern wilder Bienen.

Entwicklung

Die erwachsenen Käfer leben im Freien, können aber auch in Häuser fliegen und dort ihre Eier legen. Die bis zu 100 Eier werden in Ritzen oder anderen Verstecken in der Nähe von möglichen Nahrungsquellen gelegt. Die Larven fliehen das Licht und stellen sich bei Störungen tot. Bei 20° C dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer ungefähr ein Jahr, wobei die Larven sich 9 bis 13-mal häuten. Ungünstige Bedingungen können die Käfer und Larven bis zu einem halben Jahr in einer inaktiven Phase überstehen.

Schaden

Pelzkäferlarven sind an ungestörten Stellen unter Teppichen, hinter Fussleisten, in Parkettritzen, in Bettkästen, im Kleiderschrank, in Wollvorräten u.a. zu finden. Dort zerstören sie Textilien aus tierischen Fasern wie Wolle, Federn, Leder, Pelze aber auch Räucherfleisch und -fisch. In pflanzlichen Produkten fressen die Larven des Pelzkäfers v.a. die Kadaver anderer Schädlinge.

Vorbeugung

Die Larven entwickeln sich nie ohne tierische Fasern (z.B. tierische Häute, Haare oder Federn). Teppiche auf glatte, fugenlose Böden verlegen, häufig staubsaugen oder ausklopfen. Konsequente Beseitigung von Schmutzteilchen und Menschen- und Tierhaaren, die sich hinter Möbeln, Kücheneinrichtungen, in grossen Behältern und in Fussbodenritzen ansammeln. Beseitigung von verlassenen Vogel-, Mäuse- und Wespennestern, von ausgetrockneten Mäusekadavern in- und ausserhalb der Gebäude. Textilien aus Wolle sollten bei längerer Lagerung nur gereinigt in gut schliessenden Schränken oder Behältern mit Mottenpapier aufbewahrt werden. Fliegengitter an den Fenstern verhindern den Zuflug von Käferweibchen.

Bekämpfung

Gründliches Staubsaugen auch unter grossen Möbeln und an den Rändern. Anschliessend Punktbehandlung mit insektizidem Spray an den bevorzugten Aufenthaltsorten der Käferlarven. Aus kurzer Entfernung sprayen, bis ein feuchter Belag auftritt.

Wichtig: Diese Behandlung sollte nur einmalig und nicht vorbeugend erfolgen, da Aerosole des Sprays auch in die Luft gelangen und von Ihnen eingeatmet werden.

Bei starkem Auftreten von Pelzkäfern sollte eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma beauftragt werden. Die Lagerung befallener Materialien bei –17°C über mind. 32 Stunden oder bei –20°C über 2 Stunden führt zu einer hundertprozentigen Abtötung der Pelzkäferlarven, schützt aber nicht vor einem Neubefall.

Erfolgreiche Teilnahme am Projekt ÖKOPFROFIT Hochtaunus 2015 der Vogt und Sommer GmbH.