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Marder

Allgemeines

Ein einheitliches Aussehen gibt es unter den Mardern nicht. Sie sind äußerlich recht unterschiedlich. Was man über alle Marder sagen kann, ist, dass es sich hierbei um kleinste bis mittelgroße Landraubtiere handelt. An den Füßen befinden sich in der Regen 5 Zehen. Die Krallen sind kurz und können teilweise eingezogen werden. Entweder sind Marder Zehen-, Halbsohlen- oder Vollsohlengänger. Die Arten, die im Wasser leben (Otter oder Wassermarder) haben zwischen den Zehen Schwimmhäute. Das Fell vieler Arten, besonders das der Otter, ist dicht und hochwertig. Das Fell ist auch der Grund, warum viele Tiere vom Menschen gejagt werden.

Marder haben das typische Raubtiergebiss mit 32-38 Zähnen mit dem Reißzahn. Das Gelenk vom Unterkiefer sitzt sehr fest im Oberkiefer, darum können Marder nicht mahlend kauen, sondern nur schneidend-quetschend.

Sämtliche Arten der Marder haben am After eine Drüse, die Stinkdrüse. Zur Abwehr eines Feindes wird aus dieser Drüse ein übelriechendes Sekret versprüht. Dieser Geruch ist so übelriechend, dass der Angreifer meistens nie wieder einen Vertreter der entsprechenden Familie angreift. Sehr viele Arten sind in der Lage, das Sekret als Sprühstrahl gezielt in Gesicht und Augen des Gegners zu spritzen. Im Auge kann eine so starke Reizwirkung eintreten, dass der Gegner daran sogar erblinden kann.

Verbreitung

Ursprünglich gab es die Marder weltweit, mit Ausnahme von Australien, Neuseeland und einige Inseln Ozeaniens. Heute leben sie aber auch dort, weil der Mensch sie dort eingebürgert hat.

Lebensweise

Viele Marder sind Einzelgänger und finden sich nur für wenige Stunden während der Brunstzeit, die Ranz, zu Paaren zusammen.

Zur Paarungszeit hört man trillernde, zirpende und knurrende Kontaktlaute von den Mardern, denn sie sind sehr stimmfreudig. Wenn rivalisierende Männchen oder außerhalb der Paarungszeit zwei Tiere aufeinander treffen, kann man keckernde, kreischende Warn- und Drohlaute hören. Kommt es zum Kampf, wird dieser von gellendem Wutgeschrei begleitet.

Ernährung

Marder vertilgen mit Vorliebe Nagetiere. Dieses ist für das Gleichgewicht der Natur sehr wichtig. Die Art des Tötens ist typisch für Marder: Der Marder setzt bei kleineren Tieren den Tötungsbiss am Hinterkopf oder am Nacken an. Bei größeren Tieren öffnet er die Halsschlagader.

Fortpflanzung

Im Frühjahr bringen die Weibchen bis zu 13 blinde, hilflose Junge zur Welt. Die Jungen werden ausschließlich und intensiv von der Mutter in einer gut geschützten Höhle betreut. Bei den Mardern gibt es eine sogenannte Keimruhe. Das heißt, dass die Eier, die bereits im Sommer befruchtet wurden, einen biologischen Stilstand durchmachen. Dieser Stillstand dauert im Schnitt 6-7 Monate. Gleich nachdem der Winter vorbei ist, setzt sich die Entwicklung der Eier fort. Diese Entwicklung dauert 5-8 Wochen.

Erfolgreiche Teilnahme am Projekt ÖKOPFROFIT Hochtaunus 2015 der Vogt und Sommer GmbH.