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Dörrobstmotte (Plodia interpunctella)

Kurzbiographie

Die Flügelspannweite des Falters beträgt 20 mm. Die Vorderflügel an der Basis sind gelbgrau und an der Spitze kupferrot. Das Weibchen legt 200 Eier und die Raupen werden bis zu 16 mm lang. Ihre Farben sind weiß-rosa oder grünlich. Es gibt zwei bis fünf Generationen (temperatur-abhängig) pro Jahr. Schaden: Raupen fressen die Keimanlage aus Körnern heraus, Körner werden durch Gespinste mit Kotkrümeln zu Klumpen verbunden, Lochfraß an Dörrobst, Nüssen, Backwaren, gelagerten Drogenpflanzen, Gewürzen, Tee u.a.. Starke Gespinstbildung zum Ende der Wachstumsphase der Raupen.

Vor Verpuppung beginnt die „Wanderphase“; deshalb findet man die Puppen der Dörrobstmotte oft mehrere Meter entfernt von der eigentlichen Fraß-(Schadens-)stelle in Ritzen und anderen Verstecken. Fliegende Falter sind meist nur die kleineren Männchen; die Weibchen sind vor der Eiablage durch der Gewicht behindert. Die Falter sterben nach Befruchtung und Eiablage bald ab.

Als für die Mottenbekämpfung geeignet erweisen sich Schlupfwespen der Art Trichogramma evanescens.

Die winzigen Tiere - ein Stecknadelkopf ist dreimal so groß wie eines von ihnen - entwickeln sich in Motteneiern. Das Trichogramma-Weibchen legt mit Hilfe seines stachelähnlichen Legebohrers das eigene Ei in dem Mottenei ab. Von dessen Inhalt ernährt sich die Schlupf-wespenlarve. Aus solchen Eiern schlüpft dann keine Mottenlarve, sondern eine Wespe, die ihrerseits wieder Motteneier aufspürt und unschädlich macht.
Am Institut für Vorratsschutz der BBA testeten die Wissenschaftler die Einsatzmöglichkeiten für Trichogramma-Wespen zur Mottenbekämpfung in großen Getreidesilos, im Lebensmittel-handel und in privaten Haushalten.

Die biologische Mottenbekämpfung ist einfach:
Die Schlupfwespen werden im Puppenstadium auf kleinen Pappkärtchen geliefert, die in der Nähe der Vorräte aufgehängt werden. Auf einem Kärtchen sind etwa 2 000 Motteneier aufgeklebt, in denen sich die verpuppten Wespen in verschiedenen Entwicklungsstadien befinden. Wenn sie sich aus den Eiern genagt haben, machen sie sich sofort auf die Suche nach einem "Wirt".

Mottenbekämpfung / Befallsermittlung mit Lebensmittelmottenfalle

Diese Pheromon-Falle stellt eine ungiftige Alternative zur chemischen Mottenbekämpfung dar. Pheromonfallen zeigen an, wo ein Befall vorliegt und wie stark er ist, sie tragen daher zur Dezimierung bei. Wichtig für den Erfolg sind aber sorgfältige Kontrolle aller trockenen Lebensmittel, auch Trockenfutter für Tiere, Vogelfutter, etc. ( s.o. ). Auch verschlossen Pakete müssen geöffnet und kontrolliert werden. Die befallenen Lebensmittel müssen entsorgt, die nicht befallenen in fest verschließbare Gefäß gegeben werden ( z.B. Schraubdeckelgläser, etc )
Deponieren Sie die Falle an Stellen, wo die Motten auftauchen oder vermutet werden ( im oder auf einem Schrank, etc. ). Die Mottenfallen nicht in Luftzug oder in Nähe eines geöffneten Fenster hängen.
Der für Menschen ungiftige Lockstoff entweicht jetzt aus dem Dispenser, verteilt sich und lockt paarungswillige Mottenmännchen an, die dann auf der Klebefläche haften bleiben. Eine Befruchtung der weiblichen Motten wird verhindert und die Mottenpopulation nimmt ständig ab.
Die Wirkzeit des Pheromon beträgt nach Öffnung 6-12 Wochen.

Aufstellen der Falle

In der Box befinden sich 2 Fallen. Die Falle wird, wie auf der Rückseite gezeigt, zusammengebaut: Die Folie von dem Klebestreifen abziehen, den Pheromon-Dispenser aus der Schutzverpackung entnehmen und an dem Haken anbringen sodann die Falle daran befestigen. Die Falle ist jetzt einsatzbereit.

Sollte der Fang nicht sehr groß ausfallen, kann das mehrere Gründe haben:

  • Die Position der Falle ist ungünstig; verändern Sie die Lage
  • Momentan ist kein Mottenflug, die Motten sind in einer anderen Entwicklungsphase
  • Der Lockstoff im Pheromon-Dispenser ist verbraucht; Falle bitte austauschen

 

Erfolgreiche Teilnahme am Projekt ÖKOPFROFIT Hochtaunus 2015 der Vogt und Sommer GmbH.